Gängige Akkordfolgen

Die meisten Songs laufen auf einer Handvoll Akkordmuster. Lerne vier davon und du kannst eine enorme Menge Musik spielen, erkennen und schreiben. Alle Beispiele sind in C-Dur — transponiere sie mit denselben Stufensymbolen überallhin.

Stufensymbole: die tragbare Notation

Nummeriere die Töne einer Tonleiter von 1 bis 7 und baue auf jedem einen Akkord: In C-Dur ergibt das C(I), Dm(ii), Em(iii), F(IV), G(V), Am(vi), Bdim(vii°). Großgeschriebene Ziffern sind Dur-Akkorde, kleingeschriebene Moll. Eine in Ziffern geschriebene Folge funktioniert in jeder Tonart — I–IV–V ist C–F–G in C, aber G–C–D in G.

I–V–vi–IV: die Pop-Achse

C – G – Am – F. Diese Vier-Akkord-Schleife liegt einem absurden Anteil der Popmusik zugrunde — "Let It Be", "No Woman No Cry", "Someone Like You" und Hunderten mehr. Beginne sie auf der vi (Am – F – C – G) und du erhältst ihren melancholischen Zwilling, die Grundlage von "Zombie" und unzähligen Balladen.

Übe sie als Schleife, bis die Wechsel automatisch sind, und experimentiere dann mit Umkehrungen, um den Bass zu glätten: C – G/B – Am – F führt den Bass vier Stufen abwärts.

ii–V–I: die Jazzkadenz

Dm7 – G7 – Cmaj7. Der ii bereitet vor, der V drängt, der I löst auf — drei Akkorde, deren Grundtöne in Quinten fallen. Jazzstandards ketten ii–V–Is durch verschiedene Tonarten aneinander, weshalb Jazzer dieses Muster in allen zwölf Tonarten drillen.

Auch außerhalb des Jazz ist es überall: Der Pre-Chorus-Auftrieb in unzähligen Popsongs ist ein ii–V bei seiner Arbeit.

Der 12-taktige Blues

Drei Akkorde, zwölf Takte: vier Takte I7, zwei IV7, zwei I7, dann V7 – IV7 – I7 – V7. In C: C7, F7 und G7. Es ist das gemeinsame Vokabular von Blues, frühem Rock ’n’ Roll und Jamsessions überall — wenn du einen 12-Takter in C, F und G spielen kannst, kannst du fast überall mitspielen.

Absteigender Bass: der Balladen-Zug

C – G/B – Am – Am/G – F – C/E – Dm7 – G. Die Akkorde sind gewöhnlich, aber der Bass läuft die Tonleiter Stufe für Stufe abwärts, und plötzlich klingt es wie eine klassische Ballade. Hier verdienen sich Umkehrungen ihren Lohn — derselbe Trick treibt "A Whiter Shade of Pale" und "Piano Man" an.

Wie man Akkordfolgen übt

Wiederhole eine Folge fünf Minuten am Tag: linke Hand spielt Grundtöne, rechte Hand spielt Akkorde, dann tausche die Aufgaben. Sag die Ziffern laut, während du spielst. Sobald sich C-Dur automatisch anfühlt, übertrage dieselben Ziffern auf G-Dur, dann F-Dur. Das Quintenzirkel-Tool auf dieser Website zeigt dir die Akkorde jeder Tonart auf einen Blick.

Weiter erkunden

Häufig gestellte Fragen

Was ist die häufigste Akkordfolge?

I–V–vi–IV (C–G–Am–F in C-Dur) und ihre Rotation vi–IV–I–V sind die meistgenutzten Folgen in der modernen Popmusik.

Was bedeuten Stufensymbole in Akkordfolgen?

Die Tonleiterstufe, auf der der Akkord aufgebaut ist: I ist der Akkord auf dem ersten Ton der Tonart, V auf dem fünften. Großgeschrieben heißt Dur, kleingeschrieben Moll. Sie machen Folgen tonartunabhängig.

Wie transponiere ich eine Folge in eine andere Tonart?

Behalte die Ziffern, wechsle die Tonleiter. I–V–vi–IV in C ist C–G–Am–F; in G-Dur ergeben dieselben Ziffern G–D–Em–C.

Wie viele Folgen muss ich lernen?

Vier decken die meisten Situationen ab: I–V–vi–IV, ii–V–I, der 12-taktige Blues und eine absteigende Basslinie. Lerne jede in zwei oder drei Tonarten, bevor du weitere hinzufügst.