Füge eine weitere Terz über einem Dreiklang hinzu und du erhältst einen Septakkord — den Klang, der Blues, Jazz und Gospel von schlichtem Dreiklang-Pop trennt. Es gibt fünf Geschmäcker, die man kennen sollte, und sie alle tauchen ständig in echten Songs auf.
Ein Dreiklang schichtet zwei Terzen: Grundton, Terz, Quinte. Ein Septakkord schichtet eine weitere und fügt den Ton eine Septime über dem Grundton hinzu. Welche Art Dreiklang und welche Art Septime du kombinierst, bestimmt den Geschmack — fünf Kombinationen decken fast alles ab, was dir begegnen wird.
C7 = C–E–G–B♭: ein Dur-Dreiklang plus eine kleine Septime. Die große Terz und die kleine Septime bilden einen Tritonus im Akkord, und dieses Intervall verlangt Auflösung. Ein Dominantseptakkord auf der fünften Stufe einer Tonart (G7 in C-Dur) zieht fast unwiderstehlich zur Tonika zurück.
Der Blues biegt diese Regel wunderbar: Ein 12-taktiger Blues spielt Dominantseptakkorde auf jedem Akkord — I7, IV7, V7 — und lebt glücklich in der Spannung. Wenn ein Song nur "C7" sagt, ist genau dieser Akkord gemeint.
Cmaj7 = C–E–G–B: ein Dur-Dreiklang plus eine große Septime. Das B sitzt einen Halbton unter der Oktave des Grundtons und fügt statt Spannung ein sanftes, ruhendes Leuchten hinzu. Es ist der Standard-"Schönheitsakkord" von Bossa Nova, Neo-Soul und Jazzballaden. Spiele C, dann Cmaj7 — gleiche Helligkeit, mehr Luft.
Cm7 = C–E♭–G–B♭: Moll-Dreiklang plus kleine Septime. Weicher als ein schlichter Moll-Dreiklang, ist er der häufigste Akkord in Soul, Funk und Jazz. In einer Dur-Tonart ist der ii-Akkord (Dm7 in C) ein Moll-Septakkord — der Anfang des allgegenwärtigen ii–V–I: Dm7 → G7 → Cmaj7.
Cdim7 (C–E♭–G♭–B♭♭) schichtet lauter kleine Terzen — voll symmetrisch, maximal spannungsvoll, perfekt als chromatischer Durchgangsakkord. Cm7♭5 (C–E♭–G♭–B♭), der halbverminderte Akkord, behält eine kleine Septime obendrauf; er ist der Standard-ii-Akkord in Moll-Tonarten (Dm7♭5 → G7 → Cm).
Ein nützlicher Ohr-Check: dim7 klingt wie ein Stummfilm-Cliffhanger; m7♭5 klingt wie der erste Akkord der Moll-Wendung von "Autumn Leaves" — dunkel, aber gefasst.
Spiele diese vier Takte: Dm7 | G7 | Cmaj7 | Cmaj7. Dieses ii–V–I enthält drei der fünf Typen bei ihrer natürlichen Arbeit: der m7 bereitet vor, der Dominantseptakkord drängt, der maj7 landet. Tausche dann Cmaj7 gegen C7 und höre, wie die Landung unruhig wird — dieser eine Ton (B gegen B♭) ist die ganze Geschichte der Septakkorde.
Die Septime. C7 hat eine kleine Septime (B♭) und klingt spannungsvoll; Cmaj7 hat eine große Septime (B) und klingt ruhend. Sie sind nicht austauschbar.
Weil er natürlicherweise auf der fünften Stufe — der "Dominante" — einer Dur-Tonart entsteht. G7 ist der Dominantseptakkord in C-Dur und löst sich nach C auf.
Moll-Septime mit verminderter Quinte, auch halbvermindert genannt: ein verminderter Dreiklang mit einer kleinen Septime (C–E♭–G♭–B♭). Es ist der Standard-ii-Akkord in Moll-Tonarten.
Den Dominantseptakkord (G7, C7, D7) — er kommt in mehr Songs vor als jeder andere, und das ii–V–I-Muster, das sich durch Jazz und Pop zieht, ist um ihn herum gebaut.